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Erste Erwähnung von Espol in einer Urkunde 

In einer Urkunde des Stiftes Fredelsloh aus dem Jahre 1280 wird Espol, damals Espele genannt, erstmalig erwähnt. Diese Urkunde wird im Hauptstaatsarchiv in Hannover aufbewahrt. Die Urkunde lautet in deutscher Übersetzung (ganz ehrlich: ich hätte es nicht lesen können):

 

1280 September 30

Im Namen des Herrn, Amen. Johannes, Richter des Nörtener Kapitels sprechen das Pfarrecht über die Dörfer Krumele und Espele am Vorabend des seligen Michael im Jahre des Herrn 1280 der Kirche in Fredelsloh zu und erlegen der Kirche in Moringen über ebendieses Kirchenrecht ewiges Stillschweigen auf; den Probst Konrad und den Konvent sprechen wir dabei auf immer von der Klage des Pfarrers Berthold und der Kirche in Moringen  frei. 

 

Und so sieht die Urkunde aus:

 

Image
Die Urkunde von 1280

 

 Der Ortsname Espol

Der ehemalige Espoler Lehrer Gustav  Helmol schrieb hierüber: "Name und Alter lassen sich nicht mehr mit Sicherheit feststellen. Es wird angenommen, dass die sprachliche Wurzel des Namens Espol in dem Wort Espe zu suchen ist. Diese Auslegung scheint verständlich, wenn man berücksichtigt, dass im Quellgebiet des Dorfbaches der Espolde heute noch viele Espen (populus tremut populus nigra, Zitterpappel) stehen. Espolde könnte daher heißen: Das aus dem Espenwalde kommende Wasser und Espol das am Espenbach gelegene Dorf."

 

In der Urkunde wird unser Ort Espele genannt, was als Espeloh ( = Espenwald) gedeutet werden kann. Nach dieser Urkunde scheint Espol, ebenso wie das in der selben Urkunde genannte Dorf Krumele, eine Gründung des Klosters Fredelsloh zu sein. Es ist anzunehmen, dass die Einwohner der beiden in unserer Feldmark
gelegenen Wüstunge, Krumele und Wittgehusen, nachdem diese zerstört oder aufgegeben wurden, hier in Espol wieder sesshaft geworden sind.

 
Quelle: Espol - Geschichte eines Dorfes von Heinrich Rakebrandt 

 

Wie geht es weiter?

Heinrich Rakebrandt hat in unendlich vielen Stunden die Geschichte unseres Dorfes niedergeschrieben und Material gesammelt. Diese Seiten können und wollen die Chronik nicht ersetzen, aber neugierig machen. Und vielleich so manche Erinnerungen an ältere Tage herbeitragen. Hier lohnt es sich, immer mal wieder einen Blick hereinzuwerfen. Von Zeit zu Zeit wird es hier neue alte Geschichten geben.